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Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (1888-1983)


Der amerikanische Arzt und Physiologe Edmund Jacobsen hat in den 1920er Jahren die ursprüngliche Form der Progressiven Muskelentspannung, die Muskelrelaxation, entwickelt. Jacobsen hatte beobachtet, dass Anspannungen der Muskulatur häufig im Zusammenhang mit innerer Unruhe, Stress und Angstzuständen auftraten.

Er schloss daraus, dass die innere Anspannung auch zu muskulärer Anspannung führt. Der Ansatzpunkt bei er Entwicklung der PME war, dass auch der umgekehrte Fall funktionieren müsste. Demnach müsste muskuläre Entspannung zu innerer Entspannung führen.

In der Harvard Universität begann Jacobsen 1908 mit seinen Studien zur progressiven Muskelentspannung, führte seine Untersuchungen am Laboratorium für klinische Physiologie in Chicago bis 1960 fort und veröffentlichte mehrere Bücher.

Wie viele wissenschaftliche Verfahren hat auch die PME im Laufe der Jahre und Jahrzehnte eine Veränderung und Weiterentwicklung erfahren. Die heute angewandte PME basiert auf der Weiterentwicklung von Bernstein und Borkovec (1973).

Die PME ist heute die am häufigsten angewandte Enspannungsmethode und ist für jeden, auch für Kinder und Jugendliche, geeignet.

Willentlich wird die gesamte Skeletmuskulatur nach und nach erst angespannt und dann entspannt. Dieser Entspannungszustand breitet sich voranschreitend (progressiv) auch auf die willentlich nicht zu beeinflussende Muskulatur, z.B. des Magen- und Darmtraktes, aus.

Wissenschaftliche Ergebnisse belegen positive Auswirkungen der PME.

Die medizinische Behandlung der folgenden körperlichen und psychisch-emotionalen Erkrankungen kann nachweislich durch begleitende PME deutlich unterstützt werden.



Kopfschmerzen, Augenerkrankungen, Rückenschmerzen, Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Ein- und Durchschlafstörungen, Zähneknirschen, Migräne, Blasenstörung, Impotenz, Phantomschmerz, Hauterkrankungen, Tinnitus, Asthma, Verdauungsstörungen, arthritische Beschwerden, Hypermotorik, Unruhe, Konzentrationsstörungen Ängste, Phobien, Unzufriedenheitsgefühle, Unwohlsein, seelische Druckgefühle, depressive Verstimmungen, Depressionen, sexuelle Störungen und Stressreaktionen.